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Jetzt ist alles im Plan: Nahversorgungszentrum Bürgeln

Lange mussten die Bürgerinnen und Bürger auf den Beginn der Bauarbeiten warten. Bereits im April 2011 wurde in der Gemeindevertretung der Antrag gestellt und abgestimmt, der den Weg zur Errichtung eines Nahversorgungszentrums in Bürgeln auf dem Gelände neben der Mehrzweckhalle ebnen sollte. Nach acht Jahren Planen, Verhandeln und auch dem einen oder anderen Rückschlag haben die Bauarbeiten begonnen und kommen nun zügig voran: Die Wände des Rohbaus stehen, die vorbereitenden Arbeiten im Gelände sind abgeschlossen, die weiteren Schritte sind fest geplant. „Ein langer Atem und Hartnäckigkeit sind wichtig, um ein solches Projekt umsetzen zu können. Die Gemeindevertretung und vor allem die Initiativgruppe Bürgelns Zukunft haben über die ganze Zeit hinweg daran gearbeitet, das Projekt zu realisieren – und jetzt sieht man, wo mal der Eingang sein wird: Die Mühen aller Beteiligten haben sich gelohnt“, freut sich Bürgermeister Dr. Jens Ried.

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Eröffnung definitiv im März

Das ausführende Bauunternehmen sowie der Hauptmieter (und Investor) NORMA hatten im August gemeinsam mit der Gemeinde Cölbe zu einer Baustellenbegehung geladen, um den aktuellen Stand der Arbeiten bekannt zu geben und über die weiteren Planungen zu sprechen. Das Wichtigste gab Sven Weisbrod, Expansionsleiter für die Firma NORMA, gleich zu Beginn der Begehung bekannt: Die Eröffnung ist für März 2020 vorgesehen und dieser Termin ist auch sicher. Zudem konnte mit dem „Schwälmer Brotladen“ auch ein Mieter für die kürzlich wieder frei gewordenen Fläche der Bäckerei im Nahversorgungszentrum Bürgeln gefunden werden. Ein kleines Café wird selbstverständlich auch zur Filiale gehören, die im Übrigen einen separaten Eingang erhält und damit auch sonntags öffnen kann. Ein Getränkemarkt (Hahn-Getränke aus Frielendorf) und ein Tierarzt (Dr. Roland Schulz) vervollständigen das Nahversorgungszentrum. Außerdem wird die Sparkasse Marburg-Biedenkopf einen Geldautomaten aufstellen. Als Neuigkeit teilte Friedrich Reichel, Sprecher der Initiativgruppe, noch mit, dass ein regionaler Metzger zugesichert habe, regelmäßig mit einem Versorgungswagen am Markt zu halten.

Ein Weg mit Herausforderungen

Der Weg hin zu einem Versorgungszentrum in Bürgeln war mitunter beschwerlich. „Wir haben die unterschiedlichen Schwierigkeiten bis hin zum Eintrag ins Grundbuch gut gemeistert“, erklärte Sven Weisbrod. Speziell ihm dankten die Mitglieder der Initiativgruppe und Bürgermeister Dr. Jens Ried dafür, dass NORMA am Projekt festgehalten hat. „Es wäre ja auch ein Leichtes gewesen zu sagen: 'Jetzt reicht es uns'“, waren sich alle einig. Der Bau selbst bietet auch die eine oder andere Herausforderung: Gut vier Meter Höhenunterschied auf dem Grundstück mussten ausgeglichen werden, rund 10.000 m³ Erdreich wurden dafür bewegt. Projektleiter Schreck wies auf einen besonderen Punkt hin: „Das wichtigste bei einem solchen Vorhaben ist, dass die Parkplätze funktionieren. Wenn nicht, haben die Kunden keinen Spaß.“ Immerhin für 100 Fahrzeuge wird auf dem Gelände Raum geschaffen. Die Zufahrt wird von zwei Seiten möglich sein, eine separate fußläufige Zuwegung führt über den Rennweg.

Ein wichtiger Faktor für Bürgeln, die Gemeinde und die Region

Bürgermeister Dr. Jens Ried verwies auf die Vorteile des Standorts Bürgeln. Mit dem direkten Anschluss an die Bahnlinie Kassel – Frankfurt, den Bundesstraßen 3 und 62 in nächster Nähe, dem kurzen Weg nach Marburg, einer Kindertagesstätte und einer Grundschule im Ort ist Bürgeln ein sehr attraktiver Wohnort und damit auch der ideale Standort für ein breiter gefächertes Angebot. Daher wurde hier von Anfang kein reines Einzelhandelsgeschäft geplant, sondern bewusst auf ein größeres Nahversorgungszentrum gesetzt, das zudem sehr günstig für Berufspendler liegt. „Das Entscheidende ist“, so Ried, „dass dieses Nahversorgungszentrum nicht nur für Bürgeln, sondern für die gesamte Gemeinde Cölbe und darüber hinaus für die Region ein Gewinn ist. Die Nachfragen, ab wann hier eingekauft werden kann, erreichen uns regelmäßig unter anderem aus Anzefahr, Bernsdorf, Betziesdorf, Ginseldorf, Reddehausen, Sindersfeld, Schönstadt, Schwarzenborn und Stausebach. Die Vorfreude auf die neuen Möglichkeiten ist deutlich zu spüren.“ Nicht zuletzt wird das Nahversorgungszentrum auch um die 20 Arbeitsplätze schaffen.