Ohmtalstraße

Öffentliche Bekanntmachung nach § 5 UVPG

Verlegung einer Gewässerparzelle, Gemeinde Cölbe, Ortsteil Bürgeln, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Cölbe plant die Verlegung einer Gewässerparzelle in der Gemarkung Bürgeln, Flur 9, Flurstück 69/3, im Zuge der Baugebietserschließung „Ohmtalstraße“. Diese Maßnahme bedarf einer wasserrechtlichen Plangenehmigung nach § 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Durch die Verlegung der Gewässerparzelle in den südöstlichen Bereich der Parzelle Gemarkung Bürgeln, Flur 9, Flurstück 69/2, und den Abriss der vorhandenen Lagerhallen auf dem Gelände können Flächen für eine Bebauung mit Doppel- und Reihenhäuser gewonnen werden. Das Gewässer verläuft derzeit verrohrt unter den Lagerhallen. Der Zustand der Verrohrung ist sanierungsbedürftig. Die zukünftige Gewässerparzelle wird mit einem Rigolensystem ausgestattet, welches dem hierin verlaufenden Niederschlags- und Oberflächenwasser ermöglicht durch Rückhaltung und Versickerung wieder am Wasserkreislauf teilzunehmen. Diese Maßnahme führt zu einer signifikanten Verbesserung der Grundwasserneubildungsrate. Weiterhin führt die Teilentsiegelung der derzeit fast vollständig versiegelten Fläche zu einer Verbesserung der Durchgrünung, womit die ökologische Wertigkeit des Areals erhöht wird.

Die Maßnahme führt zu einer Verbesserung des Landschaftsbildes und der Erholungseignung. Auswirkungen auf die Erholungseignung des Standortes, des Gewässers sowie auf die Pflanzen und Tiere sind nur temporär während der Bauphase zu erwarten.

Für dieses Vorhaben war nach § 7 in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 13.18.1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S .94), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2513), zu prüfen, ob die möglichen Umweltauswirkungen des Vorhabens die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich machen. Bei der o. g. Maßnahme ist dies nur dann der Fall, wenn die allgemeine  Vorprüfung des Einzelfalls ergibt, dass das Vorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen gemäß der Anlage 3 UVPG aufgeführten Schutzkriterien haben kann.

Die allgemeine Vorprüfung hat ergeben, dass keine derartigen örtlichen Gegebenheiten eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich machen.

Diese Feststellung ist nicht selbstständig anfechtbar.

Die Untere Wasserbehörde des Landkreise Marburg-Biedenkopf

Gez. K. Hoffmann, 22.10.2020