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Hochwasserschutz
Geplante Deichsanierung in Cölbe
![]() | Sicherstellung des Hochwasserschutzes im Ortsteil Cölbe Der etwa 1.2 km lange Lahndeich zwischen der Bahnbrücke im Süden und dem Lahnbogen im Norden entsprechen hinsichtlich der Höhe und der konstruktiven Ausbildung nicht den Anforderungen um den Hochwasserschutz für die Ortslage Cölbe sicherzustellen. Die Gemeinde Cölbe beabsichtigt daher die Deichanlage an der Lahn entsprechend dem Stand der Technik zu optimieren und an die aktuellen wasserwirtschaftlichen Anforderungen anzupassen. Bestandssituation Die Deichanlagen wurden hinsichtlich ihrer Materialzusammensetzung sowie der konstruktiven Ausbildung ingenieurtechnisch untersucht und bewertet. Dabei wurde dargestellt, dass die Deichanlagen sowohl hinsichtlich der bei der Errichtung verwendeten Erdbaustoffe als auch aufgrund der geometrischen Abmessungen nicht den Standsicherheitsanforderungen gegen die gültigen Bemessungshochwässer der Lahn mit aktuell HQ100 = 327 m³/ s bzw. HQ200 = 518,5 m³/s (entspricht HQ100 ohne Retentionswirkung) genügen. Bei eintreten der Bemessungslastfälle ist von einem Versagen der Deichanlagen auszugehen. Dieses würde dann zu einer Überflutung der deichgeschützten Flächen in der Ortslage Cölbe führen. Eine Deichverteidigung im Hochwasserfall ist zudem nicht oder nur begrenzt möglich, da die Deichanlagen bereichsweise überspült bzw. die Anlagen über die vorhandenen Wegeverbindungen nicht sicher erreicht werden können. Im Bereich des Altarms der Lahn am Heideberg befindet sich darüber hinaus der Vorflutkanal der westlichen Ortsentwässerung von Cölbe, über den derzeit ein Rückstau von Lahnwasser in das deichgeschützte Gelände erfolgt. Da die vorhandenen Deichhöhen nicht den Wasserspiegellagen eines HQ200 für die Festsetzung des gesetzlichen Überschwemmungsgebiets entsprechen, ist entsprechend derzeit auch das Deichhinterland als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Hierdurch werden die Entwicklungsmöglichkeiten im dortigen Gewerbegebiet erheblich eingeschränkt. Planungssituation Im Rahmen der seit 2008 laufenden Planungen zur Optimierung des Hochwasserschutzes an der Lahn sind verschiedene Varianten geprüft und mit den Betroffenen diskutiert worden. So hat es neben einer Bürgerversammlung umfangreiche Verhandlungen mit der zuständigen Genehmigungsbehörde und betroffenen Grundstückseigentümern gegeben. Daraus abgeleitet wurde eine Anpassung der Deichanlagen an die aktuellen Erfordernisse auf vorhandener Trasse. Dabei wurden sowohl zukünftige Straßenplanungen, grundstücksrechtliche Gegebenheiten und ökologische Bedingungen berücksichtigt. Zudem wird die Erreichbarkeit der Hochwasserschutzanlagen zur Deichverteidigung sichergestellt. Durch die Errichtung eines Absperrbauwerks am Vorflutkanal der Ortsentwässerung wird erreicht, dass auch bei Lahnhochwasser über diese Verbindung keine Abflussanteile in die deichgeschützten Flächen eintreten können. Soweit erforderlich wird der Abfluss aus der Orts- bzw. Binnenentwässerung auf den Flurstücken „Speicher“, „Im Loch“ und „Riedwiesen“ zurückgehalten. Neben den organisatorischen Maßnahmen zur Vermeidung und Minimierung des Eingriffs in den Naturhaushalt ist als ökologische Ausgleichsmaßnahme ein Parallelgewässer zur Lahn sowie der Rückbau von Uferbefestigungen der Lahn vorgesehen. Damit wird sowohl den Belangen des Hochwasser- als auch des Naturschutzes Rechnung getragen. Ihr Bürgermeister
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Inbetriebnahme einer Hochwasservorhersagezentrale Hessen beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie am 25. Oktober 2010
Das Hessische Umweltministerium hat im „Landesaktionsplan Hochwasserschutz Hessen" (2007) Hochwasservorhersagen als elementare Bestandteile der Hochwasservorsorge dargestellt, da sie die Vorwarnzeit bis zum Eintreten kritischer Wasserstände verlängern und so eine effektivere Schadensvermeidung betrieben werden kann.
Diesem Zweck dient die Einrichtung der Hochwasservorhersagezentrale im Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie, die am 25. Oktober 2010 in Betrieb genommen worden ist.
Nach einjährigem Testbetrieb werden die Ergebnisse der Vorhersagen nunmehr mit Aufnahme des Betriebs der Hochwasservorhersagezentrale auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie für die Öffentlichkeit bereitgestellt.
Die Hochwasservorhersagezentrale ist ganzjährig in Betrieb, auch während Niedrigwasserzeiten werden täglich Abflussvorhersagen berechnet. Hinweise auf das Eintreten möglicher Hochwasser können so frühzeitig erkannt und in eine Hochwasserwarnung umgesetzt werden.
Pegelbezogene Abfluss- und Wasserstandsvorhärsagen informieren über den Hochwasserablauf an den mittleren und größeren Gewässern in Hessen. Dabei werden zuverlässige Vorhersagen für bis zu 24 Stunden und die weitere Tendenzprognose als Abschätzung für bis zu 7 Tage erstellt. Für Gewässer in kleineren Einzugsgebieten werden täglich landkreisbezogene Hochwasserwarnkarten erstellt.
Mit der Bereitstellung dieser Hochwasservorhersagen verbessert sich der vorsorgende Hochwasserschutz weiter zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in Hessen.
Die Vorhersagen werden im Internet unter der Adresse http://hochwasservorhersage.hlug.de/ bereitgestellt.





