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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

dies werde ich ganz häufig von Ihnen gefragt. Nachstehend habe ich die aktuellste Grafik der Revision des Landkreises Marburg-Biedenkopf, also keine von mir irgendwie positiv beeinflusste Darstellung, eingefügt (bitte klicken zum Vergrößern):

gewerbesteuer

Ja, Cölbe steht hier auf Platz 4 im Landkreis und dies, obwohl Cölbe flächenmäßig eine recht kleine Gemeinde ist und nachgerade auf unnötigen Flächenverbrauch durch Ausweisung neuer Gebiete auf der „grünen Wiese“ verzichtet hat. Wir sind aber keine „Schlafgemeinde“, sondern ein attraktiver Wohn- und Gewerbestandort. Nur haben wir unser Gewerbe harmonisch eingefügt und vielfältig aufgestellt. Vorranging war nie der schnelle Gewerbesteuereuro, sondern eine nachhaltige und am Gemeinwohl orientierte Entwicklung.

In meiner seit 2001 währenden Amtszeit habe ich schon den Umbruch dreier großer Firmen auf ein und derselben Gewerbefläche begleitet. Hiervon waren jeweils mehrere hundert Arbeitsplätze betroffen. Diese Prozesse und die Schicksale der hier betroffenen Arbeitnehmer*innen und ihrer Familien haben mich sehr bewegt.

Gleichzeitig wurde ich aber in meinem Bestreben gestärkt, Cölbe sich stets von Innen erneuern zu lassen.

Mein Ziel ist es, auch für die Zukunft eine derart positive Entwicklung der Gemeinde auf den Weg zu bringen. Man kann die Aufgabenstellungen von morgen nicht durch eine Politik von gestern lösen. Daher möchte ich gemeinsam mit der Region Burgwald-Ederbergland und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf die Gemeinde entsprechend zertifizieren lassen. Mein Kollege aus Frankenberg, Rüdiger Heß, will diesen Weg auch beschreiten. Über den Fortgang werde ich in losen Folgen berichten.

BGMIhr Bürgermeister Volker Carle

Kreis und Kommunen bauen gemeinsame Geodaten-Infrastruktur auf

Marburg-Biedenkopf – Geodaten gemeinsam nutzen und vereinheitlichen – das ist das Ziel der „Geodateninfrastruktur (GDI) Marburg-Biedenkopf“ im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit. Gemeinsam mit 21 Städten und Gemeinden (ohne Marburg) baut der Landkreis Marburg-Biedenkopf eine gemeinsame Geodaten-Infrastruktur auf. Was sich technokratisch anhört, ermöglicht tatsächlich die vereinfachte Datenverarbeitung, etwa im Bereich der Bauleitplanung, auf einer gemeinsamen Datenbasis.

Aber auch weitere Themen wie demografische Analysen durch den Aufbau eines Leerstandskatasters in den Kommunen oder eines Energiekatasters für Gewerbegebiete könnten weitere Ziele in dieser Form der interkommunalen Zusammenarbeit werden. Für dieses Projekt und den Aufbau der Geodaten-Infrastruktur erhält der Landkreis Marburg-Biedenkopf einen Landeszuschuss in Höhe von 100.000 Euro. Claus Spandau, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für interkommunale Zusammenarbeit übergab den Bescheid und machte deutlich, dass Marburg-Biedenkopf in Bezug auf die interkommunale Zusammenarbeit in Hessen gut dastehe.

Mit der gemeinsamen Geodaten-Infrastruktur erfüllt der Landkreis auch die „INSPIRE“-Richtlinie der EU. Diese Richtlinie verpflichtet öffentliche Stellen, ihre Geodaten mit Zusatzinformationen (Metadaten) zu beschreiben und im Internet bereit zu stellen.

„Das ist ein weiterer Stein im Fundament der interkommunalen Zusammenarbeit“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt bei der Übergabe des Förderbescheides durch Claus Spandau, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Interkommunale Zusammenarbeit, am Dienstag im Marburger Landratsamt. Kreis und Kommunen könnten jetzt noch besser Synergieeffekte nutzen und damit die Datenverarbeitung deutlich vereinfachen. „Wir greifen auf eine gemeinsame Datenbasis zurück und können Daten austauschen, aufbereiten und veröffentlichen“, stellte die Landrätin fest.

„Bisher ist es so, dass Kreis, Kommunen oder auch das Land und weitere Fachbehörden ihre Daten auf verschiedenen Servern in unterschiedlichen Datenstrukturen speichern. Zugriffe auf diese Daten aus unterschiedlichen Quellen sind bisher immer mit Zeitaufwand verbunden und zum Beispiel die Aktualisierung der Daten ist regelmäßig eine Herausforderung gewesen“, erläuterte Günter Vaupel, der das Projekt beim Kreis betreut. „In der neuen Struktur werden die Daten in einem einheitlichen Datenformat auf einem gemeinsamen Server gespeichert, auf den die beteiligten Behörden und letztlich auch die Bürger Zugriff haben – selbstverständlich unter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen. Diese Vernetzung erleichtert die Zusammenarbeit, verbessert den Datenaustausch, beschleunigt Vorgänge und spart im Ergebnis auch Kosten“, so Vaupel weiter.

Jetzt wird ein kommunaler Geoserver aufgebaut, der die Geodaten in einem einheitlichen Standard im Internet für jedermann verfügbar macht. Konkret sollen bis Ende 2018 zunächst die Bauleitpläne der 21 Mitgliedskommunen erfasst, digitalisiert und bereitgestellt werden. Das Gesamtprojekt ist auf einen Zeitrahmen von fünf Jahren angelegt. „Eine lange Suche nach den Unterlagen entfällt, die Kommunen und der Kreis können die Daten einfach im Netz einsehen. Davon profitiert nicht nur die Verwaltung, sondern jedermann kann dann auf die digitalen Bauleitpläne über das Internet zugreifen“, beschreibt Vaupel die nächsten Schritte.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 270.000 Euro. Die Finanzierung der Projektkosten erfolgt aus Mitteln des Förderprogramms zur interkommunalen Zusammenarbeit mit 100.000 Euro und zum anderen durch eine gemeinsame Finanzierung durch Kreis und Kommunen, wobei der Kreis 85.000 Euro übernimmt, die restlichen 85.000 Euro teilen sich die Kommunen anteilmäßig je nach Einwohnerzahl.

In seiner Funktion als Sprecher der Bürgermeister im Landkreis freute sich Bürgermeister Peter Eidam darüber, dass der Landkreis dieses Projekt initiiert hat und bedankte sich dafür. Auch unter dem Stichwort Bürgerbeteiligung werde die Digitalisierung etwa von Bauleitplänen in den Städten und Gemeinden immer wichtiger.

Federführend in dem Projekt ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf. Unterstützend steht das Amt für Bodenmanagement in Marburg zur Seite.

Bild Pressemitteilung
Claus Spandau (sitzend, 3.v.l.) übergab Landrätin Kirsten Fründt (4.v.links) einen Bescheid des Landes in Höhe von 100.000 Euro für den Aufbau einer gemeinsamen Geodaten-Infrastruktur im Beisein der Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Gemeinden, des Amtes für Bodenmanagement und des Kreises.

Foto: Landkreis

 

Hunde sind für uns Menschen, besonders aber für Familien, ein wahres Geschenk. Selbst bin ich mit drei Hunden "groß geworden" und verzichte - aufgrund der fehlenden Zeit - nur ungern auf einen eigenen Hund als Begleiter. Mein Bruder hat zwei Jagdhunde und ich genieße die wenige Zeit mit diesen. In meiner Kindheit wurden in der Verwandtschaft Schäferhunde gezüchtet und, wie es damals auf den Dörfern noch üblich war, auch "scharf" gemacht. Wir Kinder wurden quasi mit den Hunden ausgebildet und bekamen beigebracht, was im Umgang mit Hunden geht und was nicht.

Heute hat sich vieles in der Hundeerziehung zum Besseren gewandelt und die "strenge Hand" wurde durch eine artgerechte Schulung abgelöst. Fakt ist aber, wer sich unsicher ist, ob sein Hund in allen Situationen, insbesondere aber im Umgang mit Kindern, auch hört, muss ihn an der Leine führen!

Bitte ersparen Sie uns doch die immer mehr werdende Arbeit aufgrund von Beißvorfällen und sich selbst die Konsequenzen eines Wesenstestes Ihres Hundes. Nicht Ihr Hund ist verantwortlich, sondern Sie.

Ich hoffe daher auf Ihre Einsicht und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr

Volker Carle

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Volker Carle 7
kennen Sie noch „Schmendrick der Zauberer“? Wie gerne hätte ich doch seine Fähigkeiten. Dann könnte ich problemlos den Rückgang der Finanzzuweisung des Landes in Höhe von rd. 364.000 Euro, die gleichzeitige Erhöhung der Zahlungen an den Landkreis Marburg-Biedenkopf in Höhe von rd. 426.000 Euro und die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage von rd. 71.000 Euro, macht zusammen rd. 861.000 Euro, mit einem Fingerschnipp ausgleichen.

Als Bürgermeister habe ich diesen Fehlbetrag um rd. 300.000 Euro einigermaßen sozialverträglich abschmelzen können. Persönlich bin ich auf diese Leistung von Verwaltung und Gemeindevorstand recht stolz. Bereits mit dem Nachtragshaushalt für dieses Jahr plane ich einen ausgeglichenen Haushalt. Ob wir jedoch dauerhaft Leistungen bieten können, für die der Landkreis Marburg-Biedenkopf verantwortlich ist und auch genau hierfür entsprechende Mittel im Rahmen des Finanzausgleichs bekommt, muss ich als Bürgermeister an dieser Stelle doch sehr kritisch zur Diskussion stellen. Sonst droht wirklich eine Grundsteuer, die mit mir im Amt nicht machbar wäre.

Freundliche Grüße

Volker Carle
Bürgermeister