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500-Kilo-Bombe aus Zweitem Weltkrieg

Entschärfung und Evakuierung am Dienstagvormittag

Lahntal/ Cölbe. Bei geplanten Untersuchungen des Landes Hessen eines privaten Waldgebietes haben Experten des Kampfmittelräumdienstes am Steilhang an der Gemarkungsgrenze zwischen der Gemeinde Cölbe und dem Lahntaler Ortsteil Göttingen eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geortet.

Die 500-Kilo-Bombe wird deshalb am Dienstag (20.September) entschärft. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidium Darmstadt haben angeordnet, das Gebiet um den Fundort für den Vormittag der Entschärfung am Dienstag in einem Radius von rund 1.000 Metern zu evakuieren, um Gefahr für Leib und Leben auszuschließen. Das Areal umfasst damit den gesamten Ortsteil Lahntal- Göttingen sowie die Siedlung Sarnau-Bahnhof.

Für den Bereich der Gemeinde Cölbe ist am Dienstag, 20. September 2016 das Betreten des nördlichen Waldgebietes und der nördlichen Feldgemarkung Cölbe verboten (gesamter Goldberg). Die Wege in die betroffenen Gebiete in Richtung Lahntal-Göttingen und Lahntal-Sarnau werden entsprechend gekennzeichnet und gesperrt.

Die Evakuierung von rund 350 Menschen (in Lahntal-Göttingen und Sarnau-Bahnhof) erfolgt deshalb am Dienstag ab 8 Uhr, das Gebiet muss für den Vormittag verlassen werden. Eine Rückkehr in die betroffenen Häuser ist voraussichtlich ab 12 Uhr möglich, jedoch erst nach ausdrücklicher Freigabe durch den Kampfmittelräumdienst und die beteiligten Einsatzkräfte. Auch das Betreten des Waldgebietes im Bereich der Radwegbrücke über die Lahn (Hippersberg) ist während der Evakuierung verboten. Es besteht Lebensgefahr. Die Evakuierung wird durch uniformierte Polizeibeamtinnen und -Beamte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes durchgeführt. Die Gemeinde Lahntal bittet alle Anwohnerinnen und Anwohner die Maßnahme zu unterstützen, in dem sie sich rechtzeitig auf die Evakuierung vorbereiten und das Gebiet zügig verlassen. Es werden zudem entsprechende Straßensperren eingerichtet. Ein Hubschrauber der Polizei ist außerdem im Einsatz.

Das Dorfgemeinschaftshaus „Haus am Wollenberg“ in der Schulstraße im Sterzhausen steht für alle zur Verfügung, die während der Evakuierung eine Ausweichunterkunft benötigen. Es wird empfohlen, auch alle Fahrzeuge aus den betroffenen Straßenabschnitten zu entfernen, sofern sie nicht in Garagen oder Carports stehen, um eventuell vermeidbare Beschädigungen zu verhindern. Anwohnerinnen und Anwohner sollten zusätzlich daran denken, dass sich ihre Haustiere möglichst nicht draußen aufhalten. Eine Druckwelle, die Fenster beschädigen würde, ist nach Auskunft der Experten des Kampfmittelräumdienstes nicht zu erwarten.

Die Vorbereitungen erfolgen derzeit in Abstimmung zwischen Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt, den Gemeinden Lahntal und Cölbe, Polizei, Forst und Feuerwehr. Die Gemeinde Lahntal steht für Nachfragen unter 06420/8230-0 zur Verfügung, die Gemeinde Cölbe erreichen Sie unter der Rufnummer 06421/9850-0. Die

Anwohnerinnen und Anwohner sowie Anliegerinnen und Anlieger des Evakuierungsgebietes werden bereits über das Wochenende durch Flyer über das Vorgehen informiert.

Ab ca. 8.30 Uhr morgens werden in den Lahntaler Ortschaften Göttingen und Sarnau-Bahnhof für die Entschärfung am Dienstag folgende Straßensperren durchgeführt:

  • Vollsperrung der B 62 von Marburg kommend in Fahrtrichtung Frankenberg/ Korbach und Biedenkopf ab dem Abzweig von bzw. nach Cölbe;
  • Vollsperrung der B 62 von Biedenkopf kommend in Fahrtrichtung Frankenberg/ Korbach/ Marburg ab dem Kreuzungsbereich der K 81 nach Niederwetter/Wetter;
  • Vollsperrung der B 252 aus Frankenberg/ Korbach kommend in Richtung Marburg und Biedenkopf ab dem Ortseingang Göttingen.

Die Einfahrt in den Evakuierungsbereich wird ab dem Zeitpunkt der Sperrung nicht mehr möglich sein.

Die Umleitung durch die Vollsperrung des Verkehrsknotenpunktes Göttingen lautet wie folgt:

B 3:

  • aus der Fahrtrichtung Kirchhain kommend nach Biedenkopf über B 3 Wehrda/ Goßfelden auf die B 62
  • aus Fahrtrichtung Frankenberg/ Korbach über B3 Schönstadt und die L 3077 Rosenthal (Empfehlung)
  • aus der Fahrtrichtung Gießen kommend nach Frankenberg/ Korbach über B 3 Schönstadt und die L 3077 Rosenthal
  • aus der Fahrtrichtung Gießen kommend nach Biedenkopf über B 3 Wehrda/ Goßfelden auf die B 62 (Empfehlung: ab Weimar über die B 255 nach Gladenbach)

B 62:

  • aus der Fahrtrichtung Biedenkopf kommend nach Frankenberg/ Korbach über Sterzhausen (K 84) nach Wetter
  • aus der Fahrtrichtung Frankenberg kommend nach Biedenkopf über L 3092 Wetter/ Amönau
  • aus der Fahrtrichtung Biedenkopf kommend nach Marburg über L 3381 Goßfelden/ Wehrda

B 252:

  • aus der Fahrtrichtung Frankenberg kommend nach Marburg über Wetter (K 123) Richtung Amönau/ Goßfelden/Wehrda (Empfehlung: über L 3077 Rosenthal auf B3)
  • aus der Fahrtrichtung Frankenberg kommend nach Biedenkopf über Wetter (K 123) Richtung Amönau

Pressekontakt: Gemeinde Lahntal, Florian Sauermann, 06420-8230-11 od. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidium Damstadts informiert:

 bitte anklicken zum Vergrößern

2015 wurden 20,67 ha Fläche im Interessentenwald Sarnau und Cölbe geräumt.

2015/Anfang 2016 wurden im IW Cölbe 20,8 ha und im IW Sarnau 8,2 ha Fläche durch örtliche Inaugenscheinnahme und Feststellung aus der Belastung herausgenommen. Es stellte sich nämlich heraus, dass die vermeintlichen Bombentrichter aus der LaserScan-Befliegung Löcher aus umgestürzten Bäumen, Fuchs oder Dachslöcher sowie natürliche Vertiefungen waren. Diese Flächen sind im beigefügten Plan zusätzlich gekennzeichnet.

2016 sind 12,68 ha Fläche im IW Sarnau zur Räumung vorgesehen. Mittelbedarf gem. Planung 200.000 €.

2016 werden im IW Cölbe weitere 28 ha auf Plausibilität durch örtliche Inaugenscheinnahme und Feststellungen überprüft.

2017 und 2018 werden die verbliebenen Flächen mit jeweils 200.000 € abgesucht.

Voraussetzung für die Durchführung ist natürlich, dass die Mittel zur Verfügung stehen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Gerhard Gossens

Dezernat I 18 - Kampfmittelräumdienst-

Nachdem die Landesregierung noch für dieses Jahr  400.000,- € für die Beseitigung alter Kriegslasten zur Verfügung gestellt hat, fand am 17.07.2015 ein Ortstermin mit dem Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Herrn Gossens, Vertretern des Forstamtes Burgwald, dem ersten Vorsitzenden der Waldinteressenten Sarnau und dem Vorstand der Cölber Waldinteressenten statt.

Die Räumung sollte am 10. August beginnen, dieser Termin hat sich aber um 2 Wochen nach hinten verschoben, so dass vermutlich am 24. August begonnen wird.

Im Cölber Wald wird zunächst das Gebiet durchsucht, das sich unterhalb des alten Steinbruchs befindet und sich fortsetzt bis zum Sarnauer Feld.

Zunächst wird durch eine Spezialfirma mit Sonden nach den Blindgängern gesucht, die sich vorrangig in diesem Bereich befinden sollten. Auf den alten Fotos, die von den Aliierten direkt nach oder während des Bombenabwurfs gemacht wurden und die heute für die Suche zur Verfügung stehen, sind die Bombenkrater deutlich zu sehen.

Beim Abwurf von 6 Bomben pro Flugzeug, wie es während eines typischen Einsatzes geschah, explodierten häufig die ersten abgeworfenen Bomben plangemäß. Wenn die folgenden Bomben in durch den Abwurf und die Detonationen verursachten Luftwirbel gerieten, trafen die Bomben nicht mehr wie vorgesehen mit dem Zünder, der sich an  der Vorderseite befindet, auf den Boden, sondern vielleicht mit der Seite, und explodierten nicht. So kommt es grundsätzlich zu den bis zu 20%  „Blindgängern“ – es sind voll funktionsfähige Bomben, die dann vielleicht von folgenden Explosionen verschüttet wurden und nur schwer zu finden sind.

Arbeitseinsatz
Damit die Absuche nach Kampfmitteln erfolgen kann, ist es erforderlich, dass zuvor der Unterbewuchs (Brombeeren, Altholzinseln etc.) beseitigt wird. Diese Arbeiten könnten grundsätzlich durch die absuchende Firma erledigt werden, dies ginge jedoch zu Lasten der Zeit, die für eine Absuche zur Verfügung steht.

Deshalb haben die Waldinteressenten einen großen Arbeitseinsatz geleistet, bei dem sie alte Baumstämme und Unterwuchs beseitigt haben.

Beseitigung der Kampfmittel
Wenn Bomben gefunden werden, womit zu rechnen ist, wird der hessische Kampfmittelräumdienst damit beauftragt, die Bombe zu entfernen.

Weitere Informationen über den Fortgang der Räumung können Sie auf der Internetseite der Cölber Waldinteressenten ( http://wald-coelbe.de/) abrufen.

Volker Carle 7

Ihr Einsatz hat sich gelohnt!

Allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ein herzliches Dankeschön für das besondere ehrenamtliche Engagement.

Untenstehende Presseerklärung gebe ich Ihnen mit großer Freude bekannt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hessisches Ministerium der Finanzen
Hessisches Ministerium des Inneren und für Sport
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecher:

Wiesbaden, 10. April 2015


- So werden Hessens Wälder noch sicherer -


Landesregierung schafft neue Grundlage für Kostenübernahme bei Kampfmittelräumung in Privatwäldern


Umweltministerin Priska Hinz, Innenminister Peter Beuth und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer geben neuen Erlass und mehr finanzielle Mittel der Landesregierung bekannt.
Die beiden Weltkriege haben auch in hessischen Wäldern Spuren hinterlassen. So besteht in dem rund 225.000 Hektar umfassenden Privat- und Gemeinschaftswald, von dem der Landesbetrieb Hessen-Forst etwa die Hälfte forstwirtschaftlich betreut, auf circa 500 Hektar Fläche eine Belastung mit Kampfmittelresten aus vergangenen Tagen. „Die Beseitigung von Kampfmitteln dient der Abwehr von Gefahren für Menschen, Tiere und Sachgüter. Deshalb haben wir nun wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die Kostenübernahme durch das Land bei der Beseitigung von Kampfmittelrückständen auszuweiten“, teilten heute Staatsministerin Priska Hinz und die Staatsminister Peter Beuth und Dr. Thomas Schäfer mit.


„Mit ihrer aktuellen Entscheidung modifiziert die Hessische Landesregierung die bislang geltende Verwaltungspraxis. Bislang war das Land Hessen aus Gründen der Haushaltsentlastung nur für die Übernahme der Kosten für das Entschärfen, Abtransportieren und Vernichten von Kampfmittelresten in Privatwäldern verantwortlich. Dies ändert sich fortan, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind“, erläuterte Innenminister Peter Beuth. Ein neuer Erlass des Innenministeriums werde demnach regeln, dass bei Vorliegen eines besonderen öffentlichen Interesses an der Kampfmittelräumung und unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit ganz oder teilweise von einer Kostenbeteiligung privater Waldgrundstückseigentümer abgesehen werden könne, berichtete Hessens Innenminister, der ebenso betonte: „Dem Grundsatz nach bleibt die Pflicht zur Beteiligung an den Kosten der Kampfmittelräumung für die privaten Waldbesitzer aber bestehen. Diese ergibt sich aus der weiterhin geltenden sogenannten Zustandsverantwortlichkeit.“


Zum Teil hat der Landesbetrieb Hessen-Forst die im Auftrag der privaten Eigentümer erfolgende Bewirtschaftung des Waldes in den betroffenen Gebieten nach Gefährdungsabschätzung des Kampfmittelräumdienstes eingestellt. Teilweise sind diese für die Öffentlichkeit gesperrt. „Auch die privaten Wälder im Lande Hessen leisten einen wertvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge, insbesondere wenn sie mit besonderen Aufgaben für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund ist es zu begrüßen, wenn die von Kampfmitteln belasteten Wälder nach der Räumung wieder ihre Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen voll erfüllen können“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. Fortan könnten auch Kosten für das Suchen, Auffinden, Bergen und Zwischenlagern von ehemals nicht reichseigenen Kampfmittelresten durch die Landesregierung übernommen werden, sofern ein besonderes öffentliches Interesse vorläge, erklärte die Hessische Umweltministerin.


„Ein besonderes öffentliches Interesse an der Kampfmittelräumung kann bei privaten Waldflächen insbesondere dann bestehen, wenn diese Waldflächen etwa eine Naherholungsfunktion besitzen oder in der Nähe von Schulen oder Kindergärten gelegen sind“, erläuterte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Letztendlich müsse im konkreten Fall eine Einzelfallprüfung durchgeführt werden. Der neue Erlass könne zu einer spürbaren finanziellen Entlastung der Eigentümer von Privatwäldern bei der Kampfmittelbeseitigung führen. „Zur Finanzierung trägt das Innenministerium ab dem Haushaltsjahr 2015 und in den Folgejahren einen Beitrag in Höhe von insgesamt 400.000 Euro aus seinem bestehenden Budget bei. Unterstützend dazu sollen beginnend mit dem Haushaltsplan 2016 bis zum Jahr 2018 die Gelder für das Innenministerium zweckgebunden um 200.000 Euro pro Jahr erhöht werden, erklärte Hessens Finanzminister. „Die Finanzierung ist gesichert. Noch in diesem Jahr könnte man beispielsweise mit einer Kampfmittelräumung in den als stark belastet eingestuften Teilen der privaten Waldgebiete in Sarnau und Cölbe im Landkreis Marburg-Biedenkopf beginnen“, so Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.


Nach derzeitigem Stand der Auswertungen und Bewertungen des vorhandenen Datenmaterials durch den Landesbetrieb Hessen-Forst und den Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt könnten insbesondere auch die privaten Waldbesitzer in Todenhausen und Niederasphe von der Neuregelung profitieren.


„Einmal mehr zeigt sich: Die Hessische Landesregierung ist sich ihrer besonderen Verantwortung für Mensch und Natur bewusst. Mit dem neuen Erlass leisten wir einen wichtigen Beitrag, damit Hessens Wälder für Menschen und Tiere noch sicherer werden“, so Priska Hinz, Peter Beuth und Dr. Thomas Schäfer heute in Wiesbaden.

 

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Während des 2. Weltkrieges wurde in der Gemarkung Cölbe die Eisenbahnbrücke zwischen Cölbe und Sarnau bombardiert, über den Transport von Munition aus Stadtallendorfer Produktion zu verhindern.

Nicht alle explodierten: zwischen 10 und 30% aller abgeworfenen Bomben bleiben erfahrungsgemäß als Blindgänger undetoniert im Boden liegen.

So werden im Cölber Wald Blindgänger vermutet, betroffen sind auch Sarnau und Göttingen. Auf Luftbildern sind so viele Einschlagtrichter zu erkennen, dass bei dem üblich angenommenen Anteil an Blindgängern die Wahrscheinlichkeit für einen solchen gegeben ist.

Nachdem es in den letzten Jahren in Hessen mehrmals vorgekommen ist, dass eine im Untergrund schlummernde Bombe aus heiterem Himmel explodierte (2009 in einem Waldgebiet bei Nidda, bei Alten-Buseck im Juli 2013), wurde zur Sicherheit das Waldgebiet in Cölbe gesperrt. Durch die Korrosion der Bombenbestandteile wird es theoretisch immer wahrscheinlicher, dass ein Blindgänger explodiert.

Die Kosten der Räumung von Kampfmitteln müssen in Hessen von den Grundstückseigentümern getragen werden. Da der Wald aber als Erholungsfläche der gesamten Bevölkerung zu Nutze ist und der Wert der Waldgrundstücke nur ein Bruchteil der Räumungskosten beträgt, scheint diese Regelung in diesem Fall nicht sinnvoll - die einzige Handlungsoption der Waldinteressenten ist es, den Wald auf unbegrenzte Zeit zu sperren.

Wir möchten Sie auf dieser Seite informieren, welche Schritte unternommen werden. um den Wald um Cölbe wieder nutzbar zu machen, und verweisen auch auf die Seite der Waldinteressenten:

http://wald-coelbe.de/         (hier finden Sie auch Luftbilder und Karten)

download als pdf (1MB): Geräumte Flächen im Gemeindegebiet Cölbe - eine Karte des Kampfmittelräumdienstes

und die Seite des Kampfmittelräumdienstes des Regierungspräsidiums Darmstadt

 

Nachfolgend das Schreiben von Bürgermeister Volker Carle an den hessischen Staatsminister des Inneren und für Sport, Peter Beuth:

 

 Sehr geehrter Herr Staatsminister Beuth,

die Gemeinde Cölbe ist eine relativ kleine Flächengemeinde mit rd. 7.000 Einwohnern. Wir sind daher für unsere Naherholung und das Naturempfinden - insbesondere unserer jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürger – auf die nahegelegenen Waldflächen angewiesen. Diese befinden sich zu großen Teilen im Privatbesitz der Waldinteressenten. 

Gerade für die in Cölbe lebenden Kinder mit Migrationshintergrund im Kindergartenalter – der Anteil ist sehr hoch, hier erhalten wir z. B. eine staatliche Förderung– ist die Vermittlung des heimischen Naturraumes als Zeichen unserer Kultur von besonderer Bedeutung.

Die von der Gemeinde Cölbe hierfür bereitgestellte und auf eigene Kosten geräumte Waldfläche deckt den vorhandenen Bedarf bei weitem nicht ab.

Die hiesigen Waldinteressenten sehen sich finanziell nicht in der Lage, die Fläche zu räumen und wir bitten daher, den erst 1997 getroffenen Erlass des Hessischen Innenministeriums zurückzunehmen und die Kosten von Landesseite zu übernehmen.

Ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn Sie sich der Angelegenheit annehmen würden und verbleibe