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Bauleitplanung der Gemeinde Cölbe

Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan

für das gesamte Gemeindegebiet

Bekanntmachung der Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 (2) BauGB

Der Entwurf des Flächennutzungsplans liegt zusammen mit der Umweltprüfung im Zeitraum vom:

Montag den 02.01.2017 bis einschließlich Freitag den 03.02.2017

bei der Gemeindeverwaltung der Gemeinde Cölbe, Kasseler Straße 88, Zimmer 4, 35091 Cölbe,  in den nachfolgend aufgeführten Zeiten zu jedermanns Einsicht öffentlich aus:

Montag, Mittwoch, Freitag   :           von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Montag                                  :           von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Donnerstag                           :           von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Während den vorgenannten Zeiten wird den Bürgern Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

Gemäß § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.

Der Geltungsbereich des Planungsgebietes umfasst das gesamte Gebiet der Gemeinde Cölbe (alle Gemarkungen).

Verfügbare Arten umweltbezogener Informationen (gem. § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB):

Die Darstellungsinhalte des vorliegenden Flächennutzungsplanentwurfs basieren auf den Darstellungen des Alt-FNP, welche durch die gemeindlichen Entwicklungsvorstellungen und die Inhalte des Landschaftsplans ergänzt/ angepasst wurden.

Darüber hinaus wurden auch die Inhalte der Landschaftsplanung, welche nach Abwägung aller Belange für eine städtebauliche Ordnung relevant sind, in die Darstellung des FNP übernommen:

  • Rechtlich gebundene Flächen und Objekte:

-        FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet,

-        gesetzlich geschützte Biotop gem. § 30 BNatSchG,

-        Naturdenkmal,

-        rechtlich gebundene Flächen zur Durchführung von Naturschutzmaßnahmen,

-        Trinkwasserschutzgebiet, Überschwemmungsgebiet/ Abflussgebiet,

-        denkmalgeschützte Gesamtanlagen, Kulturdenkmäler, Bodendenkmäler.

  • Flächen und Objekte mit erheblichem öffentlichen Interesse:

-        Freizuhaltende Korridore (Biotopvernetzung, Klima- und Lufthygiene oder Landschaftsbildschutz),

-        Energieholznutzung von Gehölzen,

-        Ortsbildtypischer Durchgrünungsgrad,

-        Einzelbäume/ Baumgruppen/ Gehölze/ Ortsrandeingrünung.

  • Flächen und Objekte mit erheblichem ökologischen/ naturschutzfachlichen Interesse:

-        Quellstandorte,

-        Ökologisch wertvolle Grünlandflächen,

-        Waldneuanlage,

-        Korridore für den Biotopverbund, Sicherung und Entwicklung spezifischer Biotope und Verzicht auf Beeinträchtigung der spezifischen Austauschfunktion,

-        Altholzinseln für den Biotopverbund,

-        Schutz der Gewässerabschnitt mit einer Gewässerstrukturgüteklasse von mind. "mäßig",

-        Verlagerung des Gewässerhauptlaufs,

-        Funktionale, durchgängige Reaktivierung von Vorlandrinnen,

-        Herstellen der ökologischen Passierbarkeit von Fließgewässer.

  • Flächen und Objekte mit erheblichem landschaftsspezifischen Interesse:

-        Hohlweg,

-        Historische Straßen.

Dem Landschaftsplan liegen dabei eine ausführliche landschaftspflegerische Bestandsaufnahme (flächendeckende Realnutzungskartierung, frei zugängliche Umweltinformationen, Behördenauskünfte, Fachplanungen) zugrunde, von der ausgehend unter Berücksichtigung der gesetzlichen und landschaftsplanerischen Anforderungen ein flächendeckendes Maßnahmenkonzept für das Gemeindegebiet in Text und Karte entwickelt wurde.

Im landschaftspflegerischen Entwicklungsplan sowie dem Maßnahmenkatalog sind darüber hinaus folgende Umweltbelange enthalten:

  • Verbreitungsschwerpunkte streng geschützter Tiergruppen,
  • differenziertere Maßnahmenvorschläge bezüglich

-        des Waldes,

-        der Gehölzbestände,

-        der landwirtschaftlichen Flächen,

-        des ökologischen und chemischen Gewässerzustands,

-        der Freizeit- und Erholungsnutzung sowie

-        der Minderung von Belastungen durch vorhandene Siedlung, Freizeit und Infrastruktur,

  • Hinweise zu fachgebundenen Konflikten aufgrund von rechtlichen Bindungen, Wirkungsverschärfung oder Verlagerungseffekten.

Auf Grundlage der Stellungnahmen zu den frühzeitigen Beteiligungsverfahren wurde der Vorentwurf überarbeitet und angepasst.

Neben einer detaillierteren Diskussion der regionalplanerischen Ziele und Grundsätze aufgrund der Stellungnahme des Regierungspräsidiums Gießen erfolgte im Wesentlichen die Anpassung der Bauflächen an den Bedarf der Gemeinde Cölbe durch Reduzierung/ Anpassung von Bauflächen sowie die Aufnahme einer sich bereits in Nutzung befindlichen gewerblichen Fläche (Stellungnahmen: Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz AK Marburg Biedenkopf, Kyffhäuserbund Kameradschaft Cölbe e.V. 1883, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Regierungspräsidium Gießen, Universitätsstadt Marburg, Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke).

Darüber hinaus wurden folgende Inhalte aktualisiert:

  • Altflächen (Stellungnahme: Regierungspräsidium Gießen),
  • Boden-/ Kulturdenkmale (Stellungnahme: Landesamt für Dankmalpflege, Marburg & Wiesbaden),
  • Daten zur Landwirtschaftsstruktur (Stellungnahme: Landkreis Marburg Biedenkopf),
  • Versorgungsleitungen (Stellungnahme: Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke).

Cölbe, den 09.12.2016

Volker Carle

Bürgermeister

 

Begründung Nov 16 K1-Schutzland  K4-LPGestGeologie
FNP-Planteil Nov 16 K2-Schutzwasser K5-LPBestBoden
Entwurfsplan Nov 16 K3-Biotopverbund K6-BestArtenschutzwp
Maßnahmen ANII-Bestand K7-BestPlan