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der Gemeinde Cölbe

Es wird hiermit bekanntgemacht, dass der Entwurf der Haushaltssatzung 2017 mit Anlagen in der Zeit

vom 28.11.2016 bis 09.12.2016

 

im Rathaus, 35091 Cölbe, Kasseler Straße 88, Zimmer 3  öffentlich ausliegt.

Die Einsichtnahme ist während der Dienstzeiten

     

         -montags bis freitags                    von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

         -montags                                        von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

         -dienstags und mittwochs             von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr

         und

         -donnerstags                                  von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

                                              

möglich.

35091 Cölbe, den 15.11.2016

DER GEMEINDEVORSTAND

gez.                                        (Siegel)

Volker Carle

Bürgermeister

 

anlässlich des Festaktes zur Erneuerung der Städtepartnerschaft Cölbe-Koscierzyna am 8. Oktober 2016 im BGH Schönstadt:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Vertreter der Gemeinde Koscierzyna,
liebe Vertreter der Stadt Koscierzyna,
liebe Mitglieder der Partnerschaftsvereine,
liebe Mitglieder der gemeindlichen Gremien und der Kreisgremien,
liebe Vertreter von Vereinen und Verbänden,
liebe Gäste aus Frankreich,
lieber Bundestagsabgeordneter Dr. Stefan Heck,
liebe ehemaliger Landrat Robert Fischbach,

Ich möchte Sie - als Vorsitzender der Gemeindevertretung Cölbe - ebenfalls zu diesem Festakt hier im Bürgerhaus Schönstadt begrüßen
25 Jahre Partnerschaft sind eine lange Zeit.
Wir feiern also heute Silberhochzeit!

Die Gemeinde Cölbe besteht mittlerweile seit 42 Jahren,
unsere Partnerschaft nunmehr seit 25 Jahren.
Diese Zahlen zeigen, dass diese Partnerschaft unsere Gemeinde sehr geprägt hat.
Schon weit bevor wir diese offizielle Partnerschaft im Jahre 1991 besiegelt haben, gab es bereits über viele Jahre freundschaftliche Kontakte nach Koscierzyna.
Aus diesen Kontakten wurde dann vor 25 Jahren diese offizielle Partnerschaft durch die damalige Gemeindevertretung besiegelt.

Ich freue mich heute, am 8.Oktober 2016, hier stehen zu können und zu sagen:
Diese Partnerschaft lebt!
Denn diese Partnerschaft lebt von den zahlreichen Begegnungen von Bürgern und Jugendlichen - aber auch durch den Austausch der politischen Gemeinden.
Hierzu zählt sowohl das Kennenlernen der vielseitigen Gremienarbeit als auch der politischen Schwerpunkte der Partnergemeinden. Deshalb freue ich mich, dass zum Festakt so viele Kommunalpolitiker aus Koscierzyna den Weg nach Cölbe gefunden haben! Vielleicht wäre mal eine gemeinsame Sitzung der gemeindlichen Gremien von Cölbe und Koscierzyna auf halber Strecke eine interessante Option.
Wir sollten darüber mal als Ziel für die nächsten Jahre nachdenken!

Das Rückgrat der Partnerschaft bilden aber die Partnerschaftsvereine auf beiden Seiten. Hier haben Hartmut Reiße und viele andere einen großen Beitrag geleistet. Die vielen privaten, innigen und persönlichen Kontakte - trotz Sprachbarrieren - sind eine unverzichtbarere Stütze unserer Partnerschaft!

Ich war meinen bisherigen 15 Jahren als Kommunalpolitiker sieben Mal zu Gast in Koscierzyna. An meine erste Reise im Mai 2001 kann ich mich noch genau erinnern. Ich war damals 18 Jahre alt und neugierig auf unser östliches Nachbarland.
Als ich damals im Freundeskreis erzählte, dass ich nach Polen fahren werde, sagten einige zu mir, was möchtest du denn dort?
Aber mittlerweile hat sich das Bild vieler Deutscher - aufgrund von Urlaubsreisen und persönlicher Kontakte - ins noch Positivere gewandelt.

Ich persönlich habe hierbei viele Kontakte geschlossen und bin stets in Polen und von Polen mit offenen Händen empfangen worden. Polen steht für mich für Gastfreundschaft und Nächstenliebe!

Polen und unsere Partnerstadt Koscierzyna haben sich in den letzten 15 Jahren sehr positiv entwickelt. Ich denke manchmal, dass Polen mittlerweile fortschrittlicher ist als Deutschland.
Vor allem hat Polen wirtschaftlich durch den Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 stark profitiert.
Die europäische Einigung ist und war auch ein Gewinn für unsere Partnerschaft.

Liebe polnische Delegation,
Sie haben in den vergangenen Tagen die Vielseitigkeit von Cölbe kennenlernt.
Sie haben die Flüchtlingshilfe hier vor Ort kennengelernt. Viele Bürger engagieren sich dort ehrenamtlich mit großem Einsatz für die Integration von Flüchtlingen.
Das friedvolle Zusammenleben unterschiedlichen Kulturen ist natürlich eine schwierige Herausforderung, aber die Gemeinde Cölbe geht dies an. Wir möchten jeden Bürger in der Gemeinde mitnehmen und sind froh, dass wir diesen Cölber Arbeitskreis Flüchtlingshilfe haben!

Daneben haben Sie auch WABL kennengelernt. Auch hier geht es um das Miteinander von Menschen in einer älter werdenden Gesellschaft und vor allem um mögliche neue Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für unsere Mitbürger.

Das Leben in Cölbe ist vielseitiger und bunter geworden. Wir dürfen davor keine Angst haben, sondern müssen die Chancen nutzen, die darin liegen.
Vor allem müssen wir weiter auch an einem vereinten Europa arbeiten. Das alleinige Denken in Nationalstaaten hilft uns nicht weiter! Wir müssen unsere Bürger davon überzeugen, dass Europa uns viel mehr Positives als Negatives bringt. Deshalb sind gerade diese Städtepartnerschaften ein wichtiger Bestandteil der europäischen Einigung und des europäischen Gedankens!

Lassen Sie uns weiterhin neugierig aufeinander sein, miteinander im Gespräch bleiben und weiter fortentwickeln. Lassen Sie uns in Cölbe und Koscierzyna Europa leben!

Ich hoffe, dass von unserem heutigen Treffen neue Impulse ausgehen mit dem Ziel, dass diese Partnerschaft noch lange besteht und auch von unseren Kindern noch fortgeführt wird.
Die heutige Silberhochzeit ist nur der Zwischenschritt zur Goldenen Hochzeit.
Deshalb freue ich mich, dass wir heute unserer Partnerschaft vertraglich erneuern und dies in diesem Rahmen festlich begehen.

Ein Hoch auf Koscierzyna!
Und ein Hoch auf Cölbe!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Volker Carle 7
kennen Sie noch „Schmendrick der Zauberer“? Wie gerne hätte ich doch seine Fähigkeiten. Dann könnte ich problemlos den Rückgang der Finanzzuweisung des Landes in Höhe von rd. 364.000 Euro, die gleichzeitige Erhöhung der Zahlungen an den Landkreis Marburg-Biedenkopf in Höhe von rd. 426.000 Euro und die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage von rd. 71.000 Euro, macht zusammen rd. 861.000 Euro, mit einem Fingerschnipp ausgleichen.

Als Bürgermeister habe ich diesen Fehlbetrag um rd. 300.000 Euro einigermaßen sozialverträglich abschmelzen können. Persönlich bin ich auf diese Leistung von Verwaltung und Gemeindevorstand recht stolz. Bereits mit dem Nachtragshaushalt für dieses Jahr plane ich einen ausgeglichenen Haushalt. Ob wir jedoch dauerhaft Leistungen bieten können, für die der Landkreis Marburg-Biedenkopf verantwortlich ist und auch genau hierfür entsprechende Mittel im Rahmen des Finanzausgleichs bekommt, muss ich als Bürgermeister an dieser Stelle doch sehr kritisch zur Diskussion stellen. Sonst droht wirklich eine Grundsteuer, die mit mir im Amt nicht machbar wäre.

Freundliche Grüße

Volker Carle
Bürgermeister

 

 

 

 

 

 

 

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