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Neues aus dem Rathaus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Volker Carle 7
kennen Sie noch „Schmendrick der Zauberer“? Wie gerne hätte ich doch seine Fähigkeiten. Dann könnte ich problemlos den Rückgang der Finanzzuweisung des Landes in Höhe von rd. 364.000 Euro, die gleichzeitige Erhöhung der Zahlungen an den Landkreis Marburg-Biedenkopf in Höhe von rd. 426.000 Euro und die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage von rd. 71.000 Euro, macht zusammen rd. 861.000 Euro, mit einem Fingerschnipp ausgleichen.

Als Bürgermeister habe ich diesen Fehlbetrag um rd. 300.000 Euro einigermaßen sozialverträglich abschmelzen können. Persönlich bin ich auf diese Leistung von Verwaltung und Gemeindevorstand recht stolz. Bereits mit dem Nachtragshaushalt für dieses Jahr plane ich einen ausgeglichenen Haushalt. Ob wir jedoch dauerhaft Leistungen bieten können, für die der Landkreis Marburg-Biedenkopf verantwortlich ist und auch genau hierfür entsprechende Mittel im Rahmen des Finanzausgleichs bekommt, muss ich als Bürgermeister an dieser Stelle doch sehr kritisch zur Diskussion stellen. Sonst droht wirklich eine Grundsteuer, die mit mir im Amt nicht machbar wäre.

Freundliche Grüße

Volker Carle
Bürgermeister

Einschränkung auf den ersten Blick - eine große Chance für die Gemeindeentwicklung bei intensiver Betrachtung!

 

Durch den Ausbau der Feuerwehr am jetzigen Standort ohne den dominanten, aber eigenständigen Neubau sind vielfältige ehrenamtliche Aktivitäten in unserer Gemeinde berührt. Brandschutz ist Pflichtaufgabe und das zeitintensive Engagement der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bedarf geeigneter Räumlichkeiten und eine Ausrüstung, die dem Engagement für unsere Gesellschaft Rechnung trägt.

Feuerwehr panorama

Durch die Weiterentwicklung der Feuerwehr am Standort "Heuberg" sind der Ortsbeirat, das Jugend- und Kulturcafe, der Cölber Arbeitskreis für Flüchtlinge (CAF), die Ausdrucksmalerei, die Band, die Gemeindeverwaltung und auch die Bücherei betroffen. Für die Bücherei entwickeln wir momentan eine schnelle Lösung, hoffentlich noch in 2015 umzusetzen, bei unserem neuen Gemeindezentrum rund um die Gemeindehalle - mit vielen Parkplätzen und Bushaltestelle vor der Tür - in der Friedhofstrasse.

Hier sollen, wenn machbar und zu finanzieren, auch ein Begegnungscafe für Bücherwürmer, Flüchtlinge und lebensfreudige Cölber aus allen Ortsteilen entstehen. Die Boulebahn und das Aussengelände laden doch geradezu ein. Wird es in Bücherei und Café zu eng, steht die Gemeindehalle zur Verfügung. Hier hat sich in regelmäßigen Abständen unser Cölber Repair-Cafe etabliert, ein Heimatmuseum mit Gemeindearchiv für die Großgemeinde ist fest im Blick. Die projektierte Investition von über 250.000 Euro soll auch noch Raum für unsere Jugendarbeit in Cölbe schaffen.

gemeindehalle hinten2

So viel zur Vision. Der Bücherei stehen vor dem alten Kindergarten drei bis fünf Parkplätze in kurzer Entfernung zur Verfügung. Der Zugang über den Nebeneingang ermöglicht auch keine wirkliche barrierefreie Zuwegung, im Gebäude ist auch noch ein Absatz. Ausnahmsweise (Behinderung, Transport von Bücherkisten) ist eine Nutzung doch trotzdem möglich, muss aber besonders abgesichert sein.

Blödes Beispiel:

Alarm - ein Feuerwehrmann stürzt aus dem Nebeneingang - die Tür schlägt eine Oma um -Krankenhaus - Unfallbericht - das Problem ist da.

Ich freue mich sehr über eine gut besuchte Bücherei und bitte für die Übergangszeit um Verständnis.

Volker Carle, Bürgermeister

 

Flüchtlinge

Auch uns in Cölbe haben jetzt die ersten Flüchtlinge erreicht. Wir können froh sein, dass wir uns seit einigen Wochen auf eine solche Situation vorbereitet haben. Ihre Spendenbereitschaft ist groß, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, und viele von Ihnen haben sich zusammen gefunden, um Betreuung und Hilfe im Alltag ehrenamtlich zu organisieren.

Erste Deutschkenntnisse wurden vermittelt, Fahrräder und noch fehlende Ausrüstungsgegenstände besorgt, Unterstützung bei Behördengängen geleistet, Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung geschaffen und auch schon erste Hilfe bei der Versorgung einer Wunde geleistet. Dafür herzlichen Dank! Die Gemeinde hätte das alles mit eigenem Personal nicht leisten können.

Gern hätten wir uns auch um die Erstversorgung einer Familie mit Kindern zum Beispiel aus Syrien gekümmert. Aber auf die Zuweisung von bestimmten Personen haben wir keinen Einfluss. Diese Entscheidung treffen übergeordnete Behörden. Aus Zeitung und Fernsehen wissen wir, dass momentan sehr viele Personen aus dem Kosovo zu versorgen sind, und so ist es kein Wunder, dass auch wir in Cölbe uns zunächst um Flüchtlinge aus dieser Region zu kümmern haben.

Es mag sein, dass einige von ihnen keinen Anspruch auf längeren Aufenthalt bei uns haben. Auch das entscheiden übergeordnete Behörden und nicht wir. Aber auch wenn deutsche Behörden in einem rechtsstaatlichen Verfahren im Einzelfall ein Bleiberecht am Ende verweigern, verurteilen dürfen wir die betroffenen Flüchtlinge nicht. Sie kommen nicht zu uns, weil sie ohne Arbeit in Luxus leben wollen. Sie kommen, weil sie zuhause trotz Arbeit und Mühe die einfachsten Lebensgrundlagen für sich und ihre Familien nicht garantieren können.

Unser Interesse ist es, das Zusammenleben von Flüchtlingen und Alteingesessenen so reibungslos wie möglich zu gestalten. Wir alle müssen mit einander klar kommen. Da mag es gelegentlich im Einzelfall auch knirschen. Unsere ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer nehmen sich dann eines solchen Problems an. Aber auch die Gemeindeverwaltung und ich persönlich greifen mit den uns gegeben rechtsstaatlichen Mitteln ein, wenn dies notwendig ist.

Ihr

Volker Carle

Bürgermeister

Norma-Markt in Bürgeln kann ab Frühjahr 2015 gebaut werden

 

 

 Die für Norma vorgesehene Fläche in Bürgeln

Die Beschlussfassungen der Gemeinde zum Abschluss der Bauleitplanverfahren stehen bevor.

Die Bürgerinnen und Bürger von Bürgeln haben sich bereits länger einen großen Markt für die Nahversorgung gewünscht. Die Firma Norma plant nun im Bereich „Hinterm Schimme“ die Filiale eines Lebensmittelmarktes nebst Getränkemarkt und zwei weiteren Fachmärkten sowie einem Ärztehaus zu errichten. Von Seiten des Regierungspräsidiums Gießen wurde bereits ein Abweichungsantrag vom Regionalplan Mittelhessen genehmigt. Dieser ist notwendig, weil großflächiger Einzelhandel nur in Mittel- und Oberzentren zulässig ist. Hinzu kommt, dass Bürgeln nicht der zentrale Ort in der Großgemeinde Cölbe ist.

Dadurch, dass Bürgeln aber durch Neubaugebiete wächst, besteht ein erhöhter Bedarf an Nahversorgung. Der Ort kommt in seiner Bedeutung dem zentralen Ort nahe. Mit dem bestehenden REWE-Markt in Cölbe und der kleinen Gutkauf-Filiale in Schönstadt ist davon auszugehen, dass mit dem Norma-Markt nebst den Fachmärkten eine Kaufkraftbindung von 80 Prozent in der Gemeinde verbleiben könnte.

Norma will sich mit einer Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern einschließlich einer Bäckerei und Café ansiedeln. Daneben ist ein weiteres Gebäude geplant, in dem auf insgesamt 1500 Quadratmetern zwei  Fachmärkte beheimatet werden könnten. Vorstellbar sind hier unter anderem eine Drogerie oder Tiernahrung sowie ergänzende Dienstleistungen, wie Reinigung oder Geldautomat. Ebenfalls kann ein Ärztehaus mit Apotheke gebaut werden.

Der geplante Standort am Ortseingang eignet sich besonders, weil er verkehrlich gut erschlossen ist.  

Anlieferungen durch LKW wären jederzeit möglich, ohne dass die schweren Fahrzeuge durch die Ortslage fahren müssten. Aufgrund der Nähe zur Landesstraße hätten die Unternehmen zudem auch gute Möglichkeiten, sich am Ort darzustellen.

Für die Gemeinde entstehen durch die Planung keine Kosten, da alles über das von dem Unternehmen beauftragte Planungsbüro läuft.

Geplant ist, dass die Gemeindevertretung voraussichtlich in der Sitzung am 10.02.2015 die Satzung beschließt. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan wäre dann, nach erfolgter Genehmigung der erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes durch das Regierungspräsidium, ortsüblich bekannt zu machen. Danach hat der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt. Der Weg für das Projekt wäre frei und es kann losgehen.

 

  1. Gewerbeverzeichnis
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