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Der Solaracker sind 13.490 Solarmodule, die den Boden einer aufgefüllten Kiesgrube bedecken.

Cölbe aktiv für die Energiewende

Die Gemeinde Cölbe hat ein Energiekonzept, dass sie sehr engagiert mit ihren Bürgern umsetzt: 100% Erneuerbare Energie und volle Energieeffizienz bis 2040 sind das Ziel!
In Schönstadt baute eine Bürgergenossenschaft das größte Nahwärmenetz in Deutschland, dass den ganzen Ort mit umweltfreundlicher Abwärme aus der Baumrinde von Holz Schmidt versorgt.
In Bernsdorf baute die „Solaracker Cölbe GmbH & Co. KG“ (Gemeinde Cölbe, Kommanditisten und „Solardach Invest“, eine Cölber Firma) 2012 ein großes Solarstromkraftwerk. Nach nur 11 Monaten von der ersten Ortsbesichtigung bis zur Fertigstellung ging der Solaracker, nachdem er mehrmals vor dem Aus gestanden hatte, termingerecht am 30.9.12 ans Netz!


Solaracker Cölbe – groß, schnell und lohnend

In nur 7 Wochen installierten die Monteure die 3,3 MW Solarstromanlage. Trockenes Wetter machte es möglich auf einer Fläche, die sonst eher einem Wattboden gleicht.

Auf 75.000 m² einer verfüllten Kiesgrube wurde eine Photovoltaik-Freiflächenanlage errichtet. Das Kraftwerk mit 3,3 MW Spitzenleistung wird jährlich 3,1 Mio Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom produzieren. Die erzeugte Solarstrommenge reicht aus um rund 1.400 Drei-Personen-Stromsparhaushalte (2.100 kWh/J) zu versorgen. In der Gemeinde Cölbe wären das immerhin rund 50% aller Haushalte!

 

Wertschöpfung für die Gemeinde und Bürger

Eine Gruppe vom Kindergarten "Lummerland" aus Bürgeln besingen zum Spatenstich die Sonne.

Eine Investitionssumme von 4,9 Mio € und eine prognostizierte Eigenkaptalrendite von 6,8% sind eine wichtige Wertschöpfung vor Ort!
Die Gemeinde Cölbe ist zur Hälfte an der Betreiberfirma beteiligt und entsprechend auch am Ertrag. Die Bürger konnten sich über Solarbriefe oder Kommanditanteile finanziell beteiligen. Schließlich schafft die Investition im Cölber Unternehmen „Solardach Invest“ Arbeit.

 

Wertschöpfung für die Natur

Auch der vom Aussterben bedrohte Flussregenpfeifer hat jetzt eine 4.000 m² große Kiesfläche, in die er gut getarnt seine Eier ablegen und ausbrüten kann.

Eine arten- und blütenreiche Magerrasenwiese als Lebensgrundlage für zahlreiche Tierarten wird sich auf dem Rohboden entwickeln.
In Erdwällen, Wassermulden und Steinhaufen finden Kreuzkröte und Zauneidechse ihren Lebensraum.
Auch der Flussregenpfeifer, der auf der roten Liste gefährdeter Arten steht, findet hier sein Zuhause.